FroschMein Urlaub neigt zich dem Ende zu. In den letzten vier Berichten habe ich versucht, einen Einblick in unseren Fahrradurlaub zu geben. Für alle, die den niederländischen Text nicht gut verstehen können (und natürlich für alle anderen interessierten Leser), gibt es hier nun einen kleinen Nachschlag.

Der Urlaub war toll, wir haben ausschließlich bei ,vrienden ob de fiets’ übernachtet, die meisten hatten eigentlich ein B&B, so dass wir alle Vorteile hiervon genießen konnten. Mit fast allen Gastgebern sind wir ins Gespräch gekommen, sie hatten etwas gemeinsam: niemand war ,einheimisch’, alle waren zugezogen, meistens aus dem Landeswesten. Sie hatten unterschiedlichste Gründe… die Ruhe finden, gesundheitliche Gründe, Arbeitslosigkeit. Interessante Geschichten, die, wenn man sich selbst gerade in einer Phase des Umbruchs bzw. der Veränderungen befindet, mutmachende Beispiele waren.

imageWir sind von Enschede/Olst über den ,kop van Overijssel’ Richtung Friesland gefahren. Die durchschnittliche Tages-Etappenlänge lag bei 68km. Über Workum, Harlingen nach Marrum. Dann über die Provinzgrenze via Lauwersoog nach Warrffum (Provinz Groningen). In Friesland begrüßen uns kleine friesische Dörfer mit gemütlichem Flair. Man glaubt gar nicht, wieviele schöne Plätzchen es dort gibt, ich hatte nicht erwartet, dass wir so viel Leben begegnen, ,da oben’ im Norden. Ab und an ein Blick über den Deich und mein Herz hüpft beim Anblick von Nordsee und Watt. Mehr brauche ich ja eigentlich nicht zur optimalen Entspannung. Die Dörfer in der Provinz Groningen haben ebenfalls ihren Charme. Warffum ist auf jeden Fall einen Besuch wert, ansonsten war ich nicht so überzeugt, von den anderen oft langgezogenen Dörfern. Landschaftlich hat das Groninger Land natürlich auch was, platt – aber irgendwie anders platt als Friesland.

Unser ,Rückweg’ führte uns entlang der Ems über Meppen-Versen und Ohne (vorher noch nie was von gehört!) wieder nach  Enschede.

imageViele nette Begegnungen, rundum freundliche und auch hilfsbereite Menschen, relativ trockenes Wetter, der Wind meistens von hinten und eine wunderbare Natur um uns herum haben dazu beigetragen, dass wir von Tag eins an in den Entspannungsmodus verfallen sind.

So entspannt, dass ich heute, drei Tage später, schon wieder aufs Rad gestiegen bin, um 65km nach Olst zu fahren…leider gegen den Wind, was für mich sehr anstrengend ist.  So anstrengend hatte ich es den ganzen Urlaub nicht, oder vielleicht doch – an einem der ersten Tage als es noch recht heiß war? Egal, so ermüdend wie es ist, so schnell erhole ich mich auch wieder davon. Und es ist doch nichts schöner,  als den ganzen Tag draußen zu sein und abends mit einer wohligen Bettschwere schlafen zu gehen.

Hier kannst du eine Auswahl unserer Urlaubsfotos sehen.