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Seit kurzem bin ich Alexandras Maskottchen, begleite sie hauptsächlich beim Auto fahren und passe auf, dass sie vernünftig fährt. Aber jetzt in der Urlaubszeit wollte sie mich nicht alleine im Auto schwitzen lassen, darum durfte ich auf dem Fahrrad mitfahren. Und ich kann euch sagen: ich hatte es total toll dahinten auf ihrem Gepäckträger!

Ab und zu konnte ich auch einen kleinen Plausch mit Barend halten. Das ist das Maskottchen von Arend-Jan, dem Freund meiner Besitzerin. Barend durfte nämlich auch mit. Barend ist eine Kuh, besser gesagt ein Stier, er ist ein bisschen faul und spricht auch nicht so viel. Aber das macht mir nicht so viel aus, ich habe nämlich immer genug zu erzählen. 

Viel Sonne!

Wir sind mit der Tour in Enschede begonnen. Alexandra wollte ursprünglich die Rheinfahrradroute fahren. Aber da man ja nicht dieselbe Route hin und zurück fahren will haben wir eine Rundtour gemacht, die hauptsächlich entlang der großen Flüsse führte. Am ersten Tag haben wir Arend-Jan und Barend in der Nähe von Ruurlo getroffen. Von da aus sind wir zusammen weiter gefahren.

Beim Kaffee bei De Heeren van Ruerle, konnten wir auch deren großen Garten bewundern. Die erste Übernachtung war dann in Doetinchem geplant. Alle Übernachtungen wurden übrigens wieder, mit einer Ausnahme, bei Vrienden op de Fiets geregelt. Alexandra hat hier schon früher etwas drüber berichtet.

Am nächsten Tag sind wir Richtung Waal gefahren. Die Waal ist schon ‘ne andere Nummer als die IJssel; viel breiter und mit viel mehr großem Schiffsverkehr. Die Fahrradroute entlang der Waal ist dann auch erlebenswert.

Aber guckt euch mal an, was die Leute da in ihrem Vorgarten haben!
In Boven-Leeuwen hatten wir ein Gartenhäuschen ganz für uns alleine. Die Beagles der Besitzerin waren total lustig. Wir haben abends vor unserem Häuschen gesessen und uns sehr über ihre Spielerei amüsiert.
Am dritten Tag sind wir von Boven-Leeuwen nach Raamsdonk gefahren. Leider hat es nachmittags so sehr geregnet, dass wir total durchnässt am Ziel ankamen. Ich musste mein Regencape noch dichter um die Schnauze ziehen, bin aber tapfer auf dem Gepäckträger sitzen geblieben!
Das Land von Maas und Waal ist eine tolle Landschaft mit vielen Deichen und man sieht so allerhand Tiere. Auf unserem Weg kamen wir durch Heusden und durften dort mit Rico Bekanntschaft machen.

Aber auch Regen!

Der Regen hielt uns auch nicht davon ab, um ein kurzes Pläuschchen mit diesen zauberhaften Damen zu halten. Arend-Jan und vor allem Barend sind hierfür natürlich die Experten. In Raamsdonk sind wir sehr warmherzig empfangen worden. Wir konnten unsere nassen Klamotten trocknen und unsere Pizza in Gesellschaft unserer Gastgeber genießen. Bei Vrienden op de Fiets tauscht man meistens Erfahrungen und Erlebnisse aus Wander- und/oder Fahrradreisen aus. Es gibt immer interessante Geschichten, die vor allem auch für zukünftige Urlaubsabenteuer sehr inspirierend sein können.
Ausgeruht brachen wir am folgenden Tag Richtung Dirksland auf. Die Sonne schien und es war sehr warm. Wir fuhren erst eine ganze Weile entlang des Industriegebietes von Moerdijk bis wir wieder mehr Natur um uns hatten.
Endlich konnte ich dann auch meine Artgenossen treffen! Ich nutze die Gelegenheit natürlich, um schnell ein wenig mit dieser Dame zu quatschen. Zum Abschied hat sie mir sogar ein Küsschen gegeben!

Ich glaube, dass Barend ein bisschen eifersüchtig wurde – er hat mir plötzlich Blumen geschenkt… Süß, oder?

Von Dirksland sind wir dann ein Stück durch Zeeland geradelt, via Bruinisse mit einem Stop in Brouwershaven, um dann von da nach Ouddorp weiter zu fahren. Ouddorp gehört dann wieder zu Zuid Holland.  Unser Reiseziel Hoek van Holland war ebenfalls das Tagesziel. Wir haben noch kurz auf dem Asyplein (Asyl voor Oude en Gebrekkige Zeelieden volgens Wikipedia) in Brielle pausiert. Es war ein sehr warmer Tag aber glücklicherweise war die Etappe mit 62 km nicht die längste, die wir auf dieser Reise hinter uns gebracht haben. Auf dem Weg nach Hoek van Holland fuhren wir entlang dem Nieuwe Waterweg und stoppten natürlich auch noch an der Maeslantkering!

Mittlerweile hatten Alexandra und Arend-Jan ordentlich Kilometer hinter sich. Darum hatten sie von vornherein auch zwei Tage Pause (ohne Fahrrad fahren) in Hoek van Holland eingeplant. Barend und ich fanden das natürlich toll, um mal gar nichts zu tun und einfach im Bett zu liegen und auszuschlafen. Wir haben dann auch eigentlich nix weiter gemacht, nur unsere Besitzer wollten natürlich was unternehmen. Sie waren Sonnabend in Rotterdam und wir hatten das Appartement ganz für uns alleine! Glücklicherweise war es an dem Tag dann auch nicht zu heiß für eine Städtetour. In Rotterdam kann man natürlich viel angucken, da muss Alexandra mal selbst was zu schreiben, ich war ja nicht dabei.

Süßigkeiten…

Allerdings weiß ich, dass die Beiden in der berühmten Markthalle waren. Ich habe nämlich zufällig ein paar Fotos gesehen und habe mich etwas geärgert, weil die uns nichts von den lekkeren Sachen mitgebracht haben.
Sonntag war dann das perfekte Strandwetter. Alexandra und Arend-Jan laufen gerne am Strand. Die See, der Sand, Vögel und ordentlich relaxen in einem der Strandpavillons. Sie konnten sogar in der Nordsee baden! Tja aber so schön wie die Rumhängerei dann auch ist….

Montag ging es wieder auf’s Rad und weiter. Im Grunde begann die Rückreise. Es war wieder sehr warm, was ich auf dem Rad eigentlich nicht so schlimm finde, der Wind kommt doch immer von vorne und außerdem darf man dann ganz viel Eis essen.

In diesem Fall taten wir das an dem Fluss Rotte, in der Nähe von Moerkapelle und Zevenhuizen. Noch eben eine kleine Fähre über die Hollandsche IJssel und kurze Zeit später kamen wir in Montfoort an.
Die nächste Etappe führte uns nach Wageningen, die Region wird auch das Grüne Herz (het Groene Hart) der Niederlande genannt. Es ist auch wirklich schön (grün) da! Sicher eine gute Wandergegend. Von Wageningen ging die Reise dann am nächsten Tag nach Kilder. Das liegt schon in der Achterhoek in der Nähe von Doetinchem und somit eigentlich schon in ‘heimatlichen’ Gefilden. In Arnhem sind wir noch über die Brücke gefahren, bei der man wieder an die IJssel kommt. Wir sind dann auch wieder ein Stück entlang der IJssel gefahren.  Ihr wisst natürlich, dass die IJssel dem Nederrijn entspringt, oder? Am Kandiadijk (bei dem Eisenbahntunnel von der Betuweroute) begegneten wir dann diesem großen Gesellen.

Der Höhepunkt

Wir durften kurz auf seinem Stoßzahn sitzen und die wunderbare Aussicht genießen, was für ein Abenteuer!

Eigentlich war das dann auch die letzte Etappe, weil wir von Kilder aus am Donnerstag nach Hause gefahren sind. Ich zähle das nicht mehr richtig mit, weil es sich irgendwie wie ein Heimspiel anfühlt, um da Fahrrad zu fahren. Außerdem regnete es ab Ruurlo ununterbrochen und wir konnten gar nicht mehr anhalten, geschweige denn von der Umgebung genießen. Wir haben nur noch das Spritzwasser an unseren Hinterreifen gesehen.

Trotzdem hatten wir insgesamt einen supertollen Fahrradurlaub und wenn ich mir die Fotos so angucke glaube ich, dass Arend-Jan und Alexandra auch echt ihren Spaß hatten und von den 720 km jeden einzelnen genossen haben.

 

 

Was habt ihr so im Urlaub gemacht? Habt ihr auch Erfahrungen mit Urlaub auf dem Fahrrad? Ihr könnt hier gerne eure Erfahrungen teilen oder auch einfach so reagieren. Wir freuen uns!